Datenjournalismus: Screenshot des Visualisierung der Einbrüche in Unterfranken

Einbrüche in Unterfranken – ein Datenjournalismus-Projekt

Seit Anfang des Jahres 2014 erfasst die Online-Redaktion der Main-Post Einbrüche bzw. -versuche in Unterfranken. Dabei wird versucht, folgende Aspekte aufzuzeigen: Gibt es Brennpunkt bei den Einbrüchen und zu welchen Uhrzeiten schlagen die Diebe besonders gerne zu? Die Recherche der Einbrüche erwies sich als schwierig.   Zum Hintergrund und den Schwierigkeiten des Datenjournalismus-Projekts habe ich einen Blogbeitrag geschrieben.

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Ich beim Blindenfußball

Vor fast zwei Wochen hatte ich mal einen schönen Job für die Main-Post zu erledigen — einmal für ein kurzes Video beim Blindenfußball-Training des Würzburger Teams  mitzumachen und auch mit Enrico Göbel, dem Torwart der Blindenfußball-Nationalmannschaft sprechen.

Im Jahr 2010 war ich schon mal eine einem der — leider eher seltenen — Heimspiele der Würzburger dabei. Tolle Stimmung.

Und jetzt durfte ich selbst mal ran — mit absolute blickdichter Augenmaske.
Schon das Grundlagentraining hat mich völlig fertig gemacht. Hören, wo der Ball ist. Den Ball dann mit dem Fuß finden. Zu jemandem abspielen, den man nur hört. Den Ball vor jemanden verteidigen, den man nur hört und fühlt. Von taktischem Spiel will ich mal gar nicht reden. Meine Schweißflecken kamen nicht kaum von der körperlichen Anstrengung, sondern vor allem von der Kopfarbeit, die ich leisten musste.

 

Der monatliche Instagram-Ausgleich bei Flattr

Das Ende eines Monats ist da, und damit ist es für mich wieder lästige Pflicht, mich um meinen Flattr-Account zu kümmern.

Ich bin von dem Micropayment-Dienst Flattr grundsätzlich sehr angetan. Selten wird es mit im Netz so leicht gemacht, Inhalte und Projekte wenigstens mit kleinen Geldsummen zu unterstützen. Blogbeiträge lasse ich durch einen Klick auf den Flatter-Button des Beitrags (sofern vorhanden) eine Anerkennung zukommen, bei Podcasts vor allem durch Podkicker, meine Podcast-App auf meinem Android-Smartphone, die auch automatisch flattern kann.

Meinen Flattr-Account habe ich mit etlichen Plattformen im Netz verbunden — Flickr, 500px, App.net, Soundcloud, Github und auch Instagram. Wenn ich nun bei Flickr, 500px oder Instagram ein Bild favorisiere — mit Sternchen oder Herzchen –, dann bekommt der, der das Bild hochgeladen hat, auch einen Teil meines monatlichen Flattr-Kuchens (sofern er bei Flattr angemeldet ist natürlich). Dieser Flattr-Kuchen — bei mir im Monat zwischen drei und fünf Euro — wird einfach unter den von mir geflatterten Inhalten gleich aufgeteilt, unabhängig ihrer Herkunft.

Und da beginnt für mich ein kleines Problem. Gerade bei Instagram vergebe ich recht leicht, unbeschwert, schnell und oft ein „Gefällt mir“-Herz. Wenn ich nun am Ende des Monats sehe, dass ich zum Beispiel 8 Instagram-Bilder geflattert habe, einen Drei-Stunden-Podcast und einen toll recherchierten Blogbeitrag, dann gehen von meinen 5 Euro an die Instagram-Nutzer 4 Euro und an den Podcast und das Blog jeweils 50 Cent. Wenn ich mir nun die gefühlte Wertigkeit der Inhalte anschaue — meist schnell geknipste und durch vorgefertigte Filter veränderte Bilder auf der einen Seite und mit viel Mühe und Zeit erstellte Texte oder Podcasts auf der anderen Seite –, dann erscheint mir das etwas ungerecht.

Schön fände ich es, wenn man bei Flatter an die einzelnen Dienste noch einen persönlichen Wertigkeitsfaktor vergeben könnte. Dann könnte ich angeben, Instagram-Bilder nur mit 50 Prozent zu werten. Im obigen Beispiel bekäme jeder Instagramer also nur noch 25 Cent, dafür an den Blogger und Podcaster jeweils 1,50 Euro. Fände ich fairer.

So sitze ich aber am Ende eines jeden Monats da und klicke bei Blogs, Podcasts und Projekten alle möglichen Flattr-Inhalte an, damit sich der Anteil für den Flatter-Nutzer erhöht — um gegen Instagram zu bestehen zu können! 😉

C3S-Shirt

Die C3S ist anziehend

Im August habe ich das Crowdfunding-Projekt der Cultural Commons Collecting Society (C3S) mit 35 Euro unterstützt. Vorgestern wurden die Crowdfunding-Shirts  in Köln eingepackt …

… und heute schon eines davon in meinem Briefkasten. Sehr schick! Schönes Logo, schönes Blau — genau meine Farbe.

Jetzt heißt es sich in Geduld üben, Ende 2015 wird die C3S den Antrag auf Zulassung als Verwertungsgesellschaft beim Deutschen Patent- und Markenamt einreichen und wenn der Antrag durch ist, kann die C3S auch aktiv als Alternative zur GEMA tätig werden. Ich hoffe, ich passe bis dahin noch in das XL-Shirt … 😉

C3S-Shirt

C3S-Shirt
Und schlank und gute Laune macht es auch! ;-)
Facebook Regierungsanfragen Header

Anfragen an Facebook im Verhältnis zur Einwohnerzahl

Meine Kollegin Angelika hat mich mit ihrem Tweet darauf  gebracht:

Facebook hat also Daten veröffentlicht, in der das Unternehmen die Anzahl von Kontoanfragen von Seiten der Regierungen aufzeigt. Eine naheliegende Vermutung wäre, dass bevölkerungsreiche Länder mehr Anfragen stellen — da es mehr Einwohner gibt, über die man Informationen haben könnte — und bevölkerungsarme Länder weniger.

Also habe ich die Zahl der Anfragen ins Verhältnis zu den Einwohnerzahlen der Länder gesetzt (Google Tabelle mit den Daten). Das Ergebnis hat ich dann durch den Datawrapper gejagt und einfach als Balkendiagramm anzeigen lassen.

Und das Ergebnis: Die Einwohnerzahl spielt nur eine kleine Rolle bei der Frage, ob in einem Land viel oder wenig Regierungsanfragen an Facebook gestellt werden. Absoluter Spitzenreiter ist das kleine Malta mit gut 410 000 Einwohnern und dabei 97 Anfragen im ersten Halbjahr 2013 gestellt haben. Damit käme Malta auf 214 Anfragen pro (rechnerische) Millionen Einwohner, Deutschland zum Beispiel auf 23 Anfragen pro Millionen.

Dirk hat bei Google+ noch angeregt, auch die Zahl der Facebook-Nutzer pro Land einzubeziehen. Das habe ich jetzt auch noch gemacht. Quelle für die Nutzerzahlen war die Statistik vom Juni 2013 bei allfacebook.com, außer die Elfenbeinküste, deren Zahl ich von Facebook habe.