Archiv für den Monat: August 2012

Netzwerke mit Google Fusion Tables

Das Netzwerk von Radio Würzblog
bei der alten laut.fm-Seite.

Die Webradio-Plattform laut.fm, die kleine Schwester der Musik-Website laut.de, arbeitet gerade an einem Relaunch, der schon als Beta-Version zu sehen ist. Eine Funktion, die, wie es im Moment aussieht, dem Umbau zum Opfer fallen wird, ist das sogenannte Netzwerk. Hier konnte ein Radiosender befreundete Radiostationen bei laut.fm eintragen – eine gute Möglichkeit, um den Hörer über den musikalischen Tellerrand lenken zu können.

Um Stand des Netzwerks auf den letzten Metern seiner Existenz zu dokumentieren, durfte wieder mal Google Fusion Tables herhalten.

An die kompletten Netzwerkdaten kam ich über die laut.fm-API. Über den Aufruf von http://api.laut.fm/stations kam ich an die Liste aller Stationen im JSON-Format. Für jeden Sender habe ich dann die jeweilige Netzwerk-Liste über die Network-API erhalten, z. B. http://api.laut.fm/station/wuerzblog/network. Die ganze Schleife lief in PHP und gab eine CSV-Datei aus, die ich dann in eine Google Fusion Table importierte. In der Spalte Station1 steht die Station, dessen Netzwerk-Daten ich aufgerufen hatte, in Station2 die jeweiligen Netzwerk-Sender. Ein Netzwerkpfeil geht also von Station1 zu Station2.

Die Tabelle mit den Netzwerk-Daten in Google Fusion Tables

Über den Punkt „Experiment“ kann man diese Daten dann als Netzwerk darstellen lassen

Visualisierung des laut.fm-Netzwerks mit Google Fusion Table

Die interaktive Karte kann gezoomt werden, die einzelnen Punkte mit der Maus verschoben werden — das Netzwerk verschiebt sich über einen Gummiband-Effekt mit — und wohl aus Perfomancegründen kann die Anzahl der angezeigten Netzwerkpunkte verändert werden. Die Farben geben die Spalte an, in diesem Fall aber uninteressant, da jede Station sowohl in der ersten als auch in der zweiten Spalte auftauchen kann. Ich habe die Farboption eher aus optischen Gründen verwendet.

Und hier sieht man – welcher Sender mag welchen anderen Sender! 🙂


>> Die Netzwerk-Karte in einem eigenen Fenster

Podkicker Pro: Podcast hören und direkt spenden

Eine meiner ersten Android-Apps auf meinem Samsung Galaxy II war der kostenlose Podkicker, um Podcasts zu hören. Damit war ich immer sehr zufrieden, doch jetzt habe ich für 2,49 € mal auf Podkicker Pro aufstocken müssen. Nicht nur wegen der verbesserten Oberfläche und Bedienung — ausschlaggebend war die Unterstützung des Micropayment-Dienstes Flattr. Denn damit kann ich Podcasts mit einem Klick in der App finanziell unterstützen und meine Anerkennung aussprechen. Podkicker Pro ist bisher die einzig App, von der ich weiß, dass sie flattern kann — außer Flattr-Apps wie Open Flattr natürlich. Kennt jemand noch Apps, aus denen heraus man Inhalte flattern kann?

Für eine weitere Verbreitung von Flattr wäre es natürlich schöner, wenn die kostenlose Version auch die Flattr-Unterstützung bekäme. Denn die Pro-Version wurde 1 000 bis 5 000 Mal installiert, die kostenlose Variante 100 000 – 500 000 Mal — Stand Anfang August 2012.

Was gut gelöst ist, ist die Automatisierung: Für jeden Podcast-Kanal kann man einzeln einstellen, ob neue Episoden automatisch — optional nur über WLAN — heruntergeladen und/oder eine Benachrichtigung angezeigt werden soll. So verpasst man seine Lieblingspodcasts nicht. Und gehörte Episoden können automatisch gelöscht werden, um Speicherplatz — dessen maximale Verwendung angegeben werden kann — gespart wird.