Archiv für den Monat: Mai 2012

Laut.fm-Stationen in Deutschland-1

Knabberkarte: Laut.fm-Stationen in Deutschland

Ich habe ein wenig mit der API von laut.fm herumgespielt, der Webradio-Plattform, bei der ich auch selbst ein Radio laufen habe.

Über die API kann man allerhand Informationen über die Webradios und deren Programm auslesen. Leider bisher nur auslesen, eine Möglichkeit die API schreibend zu nutzen und damit von außen z. B. das Sendeprogramm zu ändern, gibt es noch nicht.

Die API spuckt als Daten im JSON-Format aus. Praktischerweise liest Google Refine JSON-Daten ein — und damit steht einem ein großer Spielplatz zur Verfügung! 🙂

Als einfachen Testlauf wollte ich eine Karte erstellen, auf denen die Standorte der Webradios von laut.fm zu sehen sind. Die Radiomacher haben im Backend von laut.fm die Möglichkeit die Stadt aus der sie Senden anzugeben. Daraus wird ein Datensatz mit der Längen- und Breitenangabe der Stadt angelegt, den man auch über die API auslesen kann.

Dummerweise gibt es in manchen Städten mehrere Radios. Und da mein keine Straße in den laut.fm-Einstellungen angeben kann oder freie Koordinaten, landen alle Radios in der Stand am selben Punkt. Es entsteht also ein Stapel aus Markierungen auf der Karte, von denen aber nur die oberste Sichtbar ist. Was tun?

Die einzige Möglichkeit ist, die Koordinaten der einzelnen Webradios ein klein wenig zu verändern — Google Refine Basic zeigt, wie das geht. Leider sitzen durch diese Transformation der Koordinaten die Punkte auf der Karte auf einer Line — was recht unschön aussieht und bei großen Städte wie Berlin einen “Strich aus Webradios” durch die Landschaft zieht. Eine natürlicher wirkende Verteilung wäre schöner.

Ein Lösungsansatz — noch nicht perfekt — ist folgender:

In der Spalte mit der Längenangabe “Edit cells – Transform …” anwählen. Dann diesen GREL-Code verwenden:

value+(toNumber(row.index - row.record.fromRowIndex) *
toNumber(sin(length(cells["name"].value))) * 0.004)

Die erste Zeile ist analog zu der oben genannten linearen Methode. In der zweiten Zeile wird als Faktor ein “zufallsähnlicher Wert” gebildet. Über die Länge des Wortes in der Spalte “name” wird der Sinuswert berechnet — da sind wir schon nah am Zufall dran. Und dieser Wert wird mit 0.004 multipliziert. Dieser Wert ist noch der Knackpunkt — er bestimmt letztlich, wie nahe die Punkte auf der Karte beieinander liegen sollen. Und das hängt davon ab, ab welchem Zoomfaktor dir Punkte optisch unterscheidbar sein sollen. Und auch davon, wie groß die Stadt ist. In Berlin passen viel mehr Punkte mit größeren Abständen als nach Altötting. Hier muss man einfach Werte ausprobieren.

Dann exportiert man die Karte von Google Refine nach Google Fusion Table, gibt den beiden Koordinatenspalten den Typ “location” und lässt sich schon die Karte visualisieren! 🙂


Link zur Google Fusion Table der Karte

Meine #ISSWinkehand

Gruß an die Raumstation, Bumerang zurück

Heute lag ein großer Brief vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Briefkasten. Nein, nicht die Antwort auf meine Bewerbung als Astronaut, die ich vor 32 Jahren in der Grundschule geschrieben habe. Im Brief befand sich ein Mauspad und ein Bumerang.

Und warum schickt mir das DLR sowas?

Die DLR-Kinderabteilung kam am Dienstag auf die lustige Idee, ihre Follower über Twitter aufzurufen, der Internationalen Raumstation zuzuwinken, wenn sie über Deutschland fliegt — und von der winkenden Hand ein Bild twittern. Der Hashtag dazu: #ISSWinkehand.

Gegen 14.30 Uhr stand ich auf dem Parkplatz der Main-Post, habe die Blicke, die mir zugeworfen wurden, ignoriert und habe in Richtung ISS — oder zumindest Himmel – gewunken und mit der anderen Hand geknipst. Das Bild habe ich dann getwittert:

Alle Winkehände kann man sich auf dieser Collage des DLR anschauen.

Danke an das DLR für das Geschenk und vor allem für die lustige Aktion! 🙂

rp12-action-header

re:publica 2012 – Mehr Programm, als ich essen kann

Nach zwei Jahren Abstinenz fahre ich in diesem Jahr wieder einmal zu der re:publica, der großen Ich-mach-irgendwas-im-Internet-Konferenz. Mal sehen, ob ich als klassischer Blogger mittlerweile zu einer Minderheit der Teilnehmer gehören werde.

Gestern habe ich mir mal mögliche Programmpunkte zusammengesucht, was aus etwas 200 Einzelveranstaltungen gar nicht so leicht war. Natürlich sind die 30 Event, die ich mir rausgepickt habe, gar nicht zu schaffen. Nicht nur dass sie sich teilweise überschneiden — bei so einer Masse an Input würde mir auch irgendwann das Hirn kochen. Ich werde mit viel Zeit nehmen einfach mit Leuten zu quatschen, so dass ich am Ende wohl stolz sein werde, wenn ich bei fünf Programmpunkten dabei war — vermutlich bei ganz anderen, als geplant. 😉

Ich reise mit etwas gemischten Gefühlen zur re:publica 2012. Waren die ersten beiden Konferenzen 2007 und 2008  mit um die 750 Teilnehmern fast schon familiär, so wurde die re:publica 2009 mit etwa 1500 Besuchern schon eine Massenveranstaltung — und dieses Jahr werden doppelt so viele erwartet. Wie anonym das Ganze sein wird, bleibt für mich anzuwarten.

Maybe-To-Do-Liste

  1. DIGITALE GESELLSCHAFT E.V.: WAS WAR. WAS WERDEN WIRD.
  2. Die Gesetze der Daten
  3. DAS INTERNET IST NICHT MEIN FEIND?
  4. OPEN INNOVATION: OPEN CITIES CHALLENGES
  5. DER DIGITALE DORFPLATZ: PRIVAT ODER ÖFFENTLICH?
  6. ROTFUNK! SCHWARZFUNK! BÖSE MEDIEN!
  7. HOW TO BE A DATA JOURNALIST
  8. WEBVIDEOPREIS FAIL-AWARD
  9. TWITTERN AUS DEM ALL FÜR DIE DIGITALE ÖFFENTLICHKEITS­ARBEIT
  10. TROLLEN ODER GETROLLT WERDEN – DAS IST HIER DIE FRAGE! / FEMALE TROLLING – JA ODER NEIN?
  11. MAKE LOVE NOT PORN
  12. “TATORT+” – JETZT ERMITTELT DAS PUBLIKUM.
  13. DIE WIEDERENTDECKUNG DER LANGSAMKEIT – WARUM PODCASTS FUNKTIONIEREN
  14. DER ENTFESSELTE SKANDAL
  15. ZUGMONITOR – DECODING REALTIME TRAIN DATA FOR PUBLISHING
  16. CROWDFUNDING PRAXIS: FINANZIERUNGSSTRATEGIE FÜR JOURNALISTEN, AUTOREN UND VERLAGE.
  17. GESCHICHTEN ERLEBEN – ALLERORTS UND ZU JEDER ZEIT (TMSB #9)
  18. INNOVATIONSLABORE DES JOURNALISMUS – DER FUNKE SPRINGT ÜBER
  19. SPLATTER IN DER SPINNSTUBE
  20. TRANSMEDIA STORYTELLING: “MISSING IN ACTION?”
  21. THEATER UND DIGITALE MEDIEN – EIN TRAUERSPIEL
  22. DON’T FORGET THE BASSLINE!
  23. CROWDFUNDING: FINANZIERUNG DER VIELEN – ZAHLEN, HINTERGRÜNDE UND FORSCHUNGSERGEBNISSE
  24. OPEN DATA AND TRANSPARENCY – INVESTIGATIONS AS A TOOL TO REFORM POLITICS
  25. ONLINESTREITIGKEITEN ÜBER EHRE, INTIMES UND MEINUNGSFREIHEIT.
  26. FOODBLOGS – VERFALL ODER RETTUNG DER ESSKULTUR?
  27. BLOGVERMARKTUNG
  28. BLOGGER IM GESPRÄCH
  29. VON LEETSPEAK BIS RAGEFACES – DIE KULTUR DES INTERNETS
  30. CO:FUNDING STAGE: IDEEN-PITCH